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Körpertypen

Welcher Typ bist Du?
Lesedauer: 8 Minuten

Stoffwechseltypen Körpertypen - Ektomorph, Endomorph, Mesomorph

Viele Menschen behaupten im Spaß, sie müssten Essen nur ansehen, um davon zuzunehmen. Andere können scheinbar essen, was und wie viel sie wollen und bleiben schlank wie eh und je. Alles nur Einbildung oder haben diese Annahmen einen wahren Kern? Fest steht, dass jeder Mensch einen anderen Stoffwechsel besitzt. Mal geschehen die Prozesse schneller Mal langsamer. Das hat Einfluss auf das Körpergewicht, die sportliche Leistungsfähigkeit und den Aufbau von Muskelmasse. Forscher haben die unterschiedlichen Typen in drei Kategorien eingeteilt. Um seine Ernährung und das Training perfekt auf den jeweiligen Typ abzustimmen, ist es sinnvoll heraus zu finden, zu welcher Gruppe der eigene Stoffwechsel zählt. Bist Du neugierig, welcher der drei Körperbautypen auf Dich zutrifft? In unserem Ratgeber findest Du es heraus. Überdies verraten wir Dir, wie Du mit der richtigen Ernährung Deine Stoffwechselprozesse förderst.

Was gibt es für Körperbautypen beziehungsweise Stoffwechseltypen?

Jeder Mensch ist anders, sowohl in Bezug auf den Charakter als auch auf seine Silhouette. Bei genauerer Betrachtung der Statur, erkennt man aber hin und wieder verblüffende Ähnlichkeiten. Gibt es Klassifizierungen, nach denen sich ein spezieller Körperbautyp herleiten lässt? Diese Frage stellte sich auch der Wissenschaftler William Sheldon. Bereits 1942 entwickelte er daraufhin ein Modell, welches drei unterschiedliche Körperbautypen beschreibt. Der Forscher teilte die menschliche Statur in drei Kategorien ein:

– den endomorphen Körperbautyp (adipös und rundlich)

– den mesomorphen Körperbautyp (muskulös und athletische)

– den ektomorphen Körperbautypen (schlank und groß)

Zudem war sich Sheldon sicher, dass die jeweiligen Proportionen des Körpers eng mit dem Charakter der Person in Verbindung stünden. Aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Beweise ist diese These heutzutage jedoch nicht anerkannt. Die Abhängigkeit der Trainingsoptimierung in Abhängigkeit zum Körperbau hat sich dagegen durchgesetzt. Noch heute stellen Sportler ihre Trainingspläne gezielt nach dem Prinzip Sheldons auf.

Ein paar Jahre später beschäftigte sich auch der Zahnarzt William Donald Kelley mit den unterschiedlichen Körperbautypen. Er fühlte sich der alternativen Medizin sehr hingezogen. Basierend auf seinen Forschungen entwickelte er unabhängig von dem Prinzip Sheldons das Schema des Metabolic Typing. Dieses wurde Jahre später erneut von Wissenschaftlern aufgegriffen und nach den neusten Erkenntnissen der Forschung verbessert. Dieses Modell teilt die unterschiedlichen Körperbautypen wie folgt ein:

– der Eiweiß Typ

– der Kohlenhydrat Typ

– der Misch Typ

Zudem vertrat Kelley die Ansicht, mit der richtigen Ernährungsform könne man nicht nur gezielt abnehmen, eine nicht typgerechte Ernährungsform füge dem Körper sogar Schaden zu.

Da er sich zudem sicher war, dass krebserregende Tumore durch eine falsche Ernährung ausgelöst würden, empfahl er krebskranken Menschen, sich nach seiner Stoffwechsel Lehre zu ernähren.

Obwohl sich beide Modelle mit den einzelnen Körperbautypen befassen, sind sie nicht miteinander vergleichbar. Sheldon konzentrierte sich bei seiner Arbeit auf die äußere Erscheinung des Menschen, also den Körperbau. Kelley fokussierte eher die Ernährungsform, also die Nährstoffe, die ein bestimmter Körperbautyp für eine gesunde Lebensweise benötigt. Hier stehen die Stoffwechselprozesse im Vordergrund. Das Kelley’sche Konzept eignet sich demnach besser, um Deine Ernährung Deinem individuellen Stoffwechsel Typ anzupassen. In speziellen Tests ermittelt ein Arzt, welche Lebensmittel Du besonders gut verträgst und welche sich schlecht auf Deine Verdauung und Dein Gewicht auswirken.

Der endomorphe Körperbautyp

Eigenschaften:

– neigt zu Übergewicht

– setzt besonders schnell Fettpolster an

– besitzt einen langsamen Stoffwechsel

– muss zur Fitnesssteigerung erst Fett abbauen

– dies gelingt ihm am besten mit aeroben Cardio Training (zum Beispiel: Schwimmen, Radfahren oder Joggen)

– über die Ernährung baut er am besten mit einer Low Carb Diät oder der Ernährungsform des Misch Typen (siehe unten) Körperfett ab

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Der mesomorphe Körperbautyp

Eigenschaften:

– baut sehr schnell Muskelmasse auf

– ideal ist eine Mischung aus Cardio Training und Kraftsport

– das Training sollte möglichst abwechslungsreich gestaltet werden

– mit der Mischkost ist der mesomorphe Typ am besten beraten

– um seinen Muskelaufbau zu optimieren, ist eine Proteinreiche Nahrung empfehlenswert

Der ektomorphe Körperbautyp

Eigenschaften:

– besitzt einen sehr schnellen Stoffwechsel

– setzt nur wenig Fett an

– bildet dafür aber auch nur langsam Muskeln

– Cardio Training ist für den Muskelaufbau kontraproduktiv

– als Sportart ist Krafttraining sinnvoll

– allerdings benötigt dieser Typ lange Ruhepausen, um den Körper an die Belastung zu gewöhnen

– um Muskeln aufzubauen muss er viel Nahrung zu sich nehmen (leichter Kalorienüberschuss)

– am besten sind eiweißreiche Lebensmittel (gegebenenfalls mit Proteinshakes nachhelfen)

Wie wird der Körperbautyp ermittelt?

Du willst wissen, welcher Stoffwechsel Typ Deinem Körper entspricht? Das kannst Du sogar alleine ermitteln. Wir raten Dir aber dazu, den Test bei einem Fachmann durchzuführen. Dieser kann Dich auch weiterhin beraten und Dir genau erklären, wie Du Deinen Alltag Deinem persönlichen Stoffwechseltyp anpasst.

Zum Ermitteln des Körperbautyps existieren zwei unterschiedliche Methoden:

– Die Laboranalyse

– der Stoffwechseltest

Die Laboranalyse

Für diese Methode zur Ermittlung des Stoffwechseltyps gibt es wiederum vier verschiedene Verfahren:

– die Stuhlprobe

– der Atemtest

– die Speichelprobe

– der Bluttest

Die beiden erst genannten Verfahren sind eher unzuverlässig und finden nur selten Gebrauch. Anders verhält es sich mit dem Blut- oder Speicheltest. Diese werden im Labor analysiert und liefern aufschlussreiche Ergebnisse.

Die Speichelprobe

Bei der Speichelprobe entnimmt Dir der Arzt einen Abstrich an der Innenseite Deiner Wange. Das Verfahren ist somit sehr kurzweilig und schmerzfrei. Es handelt sich um einen DNA Test, bei dem allerdings nur stoffwechselrelevantes Erbmaterial eine Rolle spielt. Ob Erbkrankheiten aus der Familie vorliegen kann der Arzt mit diesem Test nicht erkennen. Wohl aber gibt die Speichelprobe Aufschluss über mögliche Stoffwechselkrankheiten.

Der Bluttest

Für den Bluttest ist eine Blutentnahme erforderlich. An dem Ergebnis kann der Arzt gleichzeitig den Fitness- beziehungsweise Gesundheitszustand ablesen. Im Labor werden nämlich die Blutfett- und Blutzuckerwerte untersucht. Beim Bluttest kommt die sogenannte IgG Methode zum Einsatz. Hierbei ermitteln die Biologen, ob Lebensmittel Unverträglichkeiten vorliegen. Für den anschließenden Nutzen, nämlich die optimierte Ernährungsumstellung angepasst an den persönlichen Stoffwechsel Typ, ist wichtig, welche Lebensmittel Du problemlos verstoffwechseln kannst und welche Nahrungsmittel sich schlecht auf Deine Verdauung auswirken.

Der Stoffwechsel Test

Der Stoffwechsel Test benötigt keine Befunde aus dem Labor. Hierbei füllst Du einen Fragekatalog aus. Dadurch ist das Ergebnis etwas unzuverlässiger als das Resultat des Bluttests. Mögliche Fragen sind zum Beispiel:

– Wie fühlst Du Dich nach einer großen Portion Kohlenhydraten zum Mittagessen?

– Wann bekommst Du nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit wieder Hunger?

– Welche Lebensmittel machen Dich so richtig satt?

– Nimmst Du schnell an Gewicht zu?

– Welche Lebensmittel führen bei Dir zu einer deutlichen Gewichtszunahme?

– Hast Du schon mehrere Diäten hinter Dir?

– Wie häufig treibst Du Sport?

– Achtest Du nach dem Sport auf eine hohe Proteinzufuhr?

Verschiedene Stoffwechseltypen und die passende Ernährungsform

Du hast mit einem der beiden Testverfahren herausgefunden, welchem Stoffwechseltyp Du entsprichst? Jetzt liegt es an Dir, dieses Wissen umzusetzen. Je nachdem welcher Kategorie Du angehörst, solltest Du Deine Ernährung Deinem Körpertyp anpassen. Wir helfen Dir beim Erstellen Deines Ernährungsplans.

Der Eiweiß Typ

Verzichte am besten auf Kohlenhydrate. Diese verwertet Dein Stoffwechsel besonders schnell. Deshalb neigst Du bei zuckerhaltigen Lebensmitteln schnell zu Heißhunger, da Dein Blutzuckerspiegel schnell ansteigt. Das gilt übrigens auch für die Wahl von Obst- Gemüsesorten. Besonders auf leerem Magen genossen, lassen stärkehaltige Früchte Deinen Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen.

Geeignet sind:

– Zucchini

– Gurken

– Spinat

– Blumenkohl

Ungeeignet sind:

– Kartoffeln

– Rüben

– Mais (ist eigentlich ein Getreide)

– Bohnen

– Erbsen

Das sind Deine Vorlieben:

– Du liebst fettige, salzige Gerichte

– Dir fällt es schwer, die Chipstüte aus der Hand zu legen

– Mahlzeiten sättigen nur selten vollständig

– Du neigst zum Naschen zwischendurch

– je nach Zuckergehalt Deiner Mahlzeit wirst Du nervös, unruhig oder müde

Darauf solltest Du achten:

– wenig Kohlenhydrate

– viele gesunde Fette und Eiweiße

– verzichte nicht ganz auf Carbs

– ersetze leere Kohlenhydrate durch komplexe aus Vollkorn, Obst und Gemüse

– tierische Produkte wie Fleisch, Fisch oder Milcherzeugnisse sättigen Dich am besten

Der Kohlenhydrat Typ

Im Gegensatz zum Eiweiß Typ passieren Kohlenhydrate Deinen Verdauungstrakt nur langsam. Trotzdem leidest auch Du unter Heißhunger, wenn Du lediglich leere Kohlenhydrate zu Dir nimmst. Du verträgst in der Regel Obst- und Gemüsesorten aller Art. Achte trotzdem darauf viele komplexe Carbs zu essen und auch mageres Eiweiß in den Speiseplan einzubauen. Fettreiches Essen und zu viele Proteine machen Dich eher müde. Diese sollten deshalb nur zwanzig bis dreißig Prozent Deiner Nährstoff Zufuhr decken. Der Rest darf ruhig aus Hafer, Vollkorn, Reis und Erbsen und Bohnen bestehen.

Das sind Deine Vorlieben:

– Du leidest kaum an Hunger

– manchmal vergisst Du das Essen aus diesem Grund

– dafür hast Du umso mehr Lust auf Süßes

– Du liebst Kaffee

– Du nimmst nur mit viel Mühe ab

Darauf solltest Du achten:

– ernähre Dich hauptsächlich von Kohlenhydraten

– gehe sparsam mit Fetten um

– Deine Eiweißquellen sollten mager sein

– am besten isst Du viel Meeresfrüchte, Reis, Geflügel, Obst, Gemüse und Getreideprodukte

– wenn Du nach dem Konsum von Milchprodukten häufig müde wirst, solltest Du über eine vegan Ernährung nachdenken

– reduziere Deinen Koffein Konsum

Der Misch Typ

Als Misch Typ sind nahezu alle Lebensmittel bekömmlich. Du verträgst sowohl Eiweiße aller Art als auch Kohlenhydrate. Gerade deshalb ist es wichtig, eine gleiche Verteilung aller Nährstoffgruppen zu berücksichtigen. Zu viele ungesunde Fette und eine zu niedrige Vitamin Zufuhr schaden Deinem Körper. Ideal ist ein Gleichgewicht, dass sich aus 33 % Fetten, 33 % Proteinen und 33 % Kohlenhydraten zusammensetzt.

Das sind Deine Vorlieben:

– Du bekommst ganz plötzlich Appetit

– Deine Essgewohnheiten wechseln ständig

– mal hast Du Lust auf Salziges, mal auf Süßes

– nach dem Essen wirst Du meist müde oder unruhig

– mit Deinem Gewicht hast Du keine Probleme

Darauf solltest Du achten:

– eine gute Verteilung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß

Ist das Körperbautypen Modell sinnvoll?

Grundsätzlich kann das Körperbautypen Modell helfen, Gewicht zu verlieren und sich gesünder zu ernähren. Es gilt als sinnvolles Alternativkonzept für alle, denen ihre Gesundheit am Herzen liegt. Jedoch löst gerade dieser Punkt Kritik aus. Zum einen entstand das Körperbautypen Modell in den 1950er Jahren. Damals forschten Sheldon und Kelley noch unter ganz anderen Voraussetzungen und ohne den heutigen Wissensstand. Zum anderen basieren die Konzepte lediglich auf der alternativen Medizin. Wissenschaftliche Belege liegen nicht vor. Das Körperbautypen Modell ist daher eher als Ernährungsempfehlung nicht aber als Grundsatz zu betrachten.

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