Autogenes Training

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Mit autogenem Training

entspannt durch den Tag
Lesedauer: 4 Minuten

Was bedeutet autogenes Training?

Stress und Anspannungen zeigen sich oft in körperlichen Symptomen. Unter Stress verkrampfen sich die Muskeln, die Hände werden kalt, Herz und Atmung beschleunigen sich, der Kopf fühlt sich heiß an. Autogenes Training verfolgt das Ziel, die Ausgeglichenheit wiederherzustellen, in dem ein körperlicher Zustand der Ruhe und Entspannung erreicht wird.

Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das mit Hilfe von autosuggestiven Formeln eine Entspannung hervorruft. Der Begriff autogen bedeutet, dass der Betroffene die Entspannung selbst erzeugt.

Autogenes Training ist ein psychologisches Entspannungsverfahren und wird von Krankenkassen in vielen Fällen ganz oder teilweise übernommen.

Die Geschichte des autogenen Trainings

Der Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz stellte dieses Verfahren 1926 erstmals der Öffentlichkeit vor. Er entwickelte das Verfahren aus der Hypnose. Während seiner Arbeit als Hypnosearzt hatte er Gelegenheit, viele Patienten zu beobachten.

Er stellte fest, dass viele Menschen alleine durch ihre Vorstellungskraft in eine tiefe Entspannung gelangen können und ein Hypnotiseur dazu nicht unbedingt erforderlich ist. Bei der Anwendung verändert sich der körperliche Zustand. Die Entspannung existiert nicht nur in der Vorstellung des Patienten, sondern lässt sich sogar messen. Anfangs wurden diese Techniken nur für die Behandlung von Patienten eingesetzt, die an einer psychischen Erkrankung litten.

Im Laufe der Jahre verlagerte sich der Behandlungsschwerpunkt hin zu gesunden Menschen. Diese suchen Entspannung, eine höhere Lebensqualität oder wollen ihre Leistungsfähigkeit steigern.

Autogenes Training im Vergleich zur Meditation

Viele Menschen glauben, dass autogenes Training eine Form der Mediation sei, das ist jedoch nicht ganz korrekt. Wie eingangs erwähnt hat autogenes Training seinen Ursprung in der Hypnose. Wer das Training anwendet, der führt zielgerichtet und mit voller Absicht einen Zustand der Entspannung herbei.

Die Handlungsrichtung bei der Mediation hingegen ist ziellos. Der Mensch richtet seine Aufmerksamkeit auf einen Gegenstand, die Atmung oder auf ein Mantra. Autogenes Training richtet sich gezielt auf den physiologischen Zustand des Körpers und verändert diesen positiv.

Meditation will die Konzentration verbessern und durch die Fokussierung auf das Hier und Jetzt einen entspannten Zustand ermöglichen.

Vor- und Nachteile von autogenem Training

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch autogenes Training anwenden. Selbst Kurse für Kinder werden angeboten. Ab neun oder zehn Jahren kann das Kind beginnen, selbstständig zu üben. Weniger gut ist autogenes Training für Menschen geeignet, die unter bestimmten körperlichen Problemen leiden. Autogenes Training beeinflusst unter anderem die Atmung und die Herzfrequenz.

Trainierende, die unter Asthma oder Herzbeschwerden leiden, sollten es besser nicht anwenden, da es zu Angstzuständen führen kann. Bestimmte neurologische Erkrankungen, wie zum Beispiel Epilepsie, können in Zusammenhang mit Autogenem Training zu Problemen führen.

Folgende Vorteile bietet autogenes Training

  • Es ist schnell zu erlenen und einfach anzuwenden
  • Es führt zu einer intensiven Entspannung
  • Es kann in vielen Situationen angewendet werden

Dem stehen wenige Nachteile gegenüber

  • Es erfordert vor allem Anfangs eine gewisse Übung
  • Kann bei Angstpatienten unter Umständen Panikattacken auslösen

Mit dem Autogenen Training beginnen - Wie?

Der Einstieg ins autogene Training sollte immer unter professioneller Anleitung stattfinden. Ein guter Arzt oder Psychologe erklärt die Übungen und kann auftretende Probleme und Fragen sofort beantworten. Das Autogene Training ist eine Technik, die erlernt werden muss. Je häufiger der Interessent trainiert, umso schneller erreicht er den Zustand der Entspannung.

Es empfiehlt sich am Anfang möglichst oft, am besten täglich, zu üben. In den ersten Sitzungen merkt man nur geringe Effekte. Nach jeder Übung wird es besser und nach ein paar Wochen kann die Entspannung oft innerhalb von wenigen Minuten erreicht werden.

Zum Üben sollte sich der Interessent bequeme Kleidung anziehen und sich am besten auf eine Couch oder ein Bett legen. Geeignet ist auch ein bequemer Stuhl. Eine bevorzugte Position ist die Droschkenkutscherhaltung. Man sitzt dabei auf einem Stuhl und beugt sich leicht nach vorne. Diese Haltung ermöglicht eine schnelle und intensive Entspannung.

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Eine Atemübung aus dem autogenen Training

In diesem Artikel wird bewusst auf einen kompletten Trainingsplan verzichtet. Um jedoch einen kleinen Einblick in das Autogene Training zu geben, soll hier als Beispiel die Atemübung genannt werden:

Der Übende legt sich bequem hin und richtet seine Aufmerksamkeit auf die Atmung. Dann wiederholt er langsam in Gedanken die Formel: „Meine Atmung ist ruhig und gleichmäßig“. Manche ergänzen den Satz noch mit dem Zusatz „es atmet mich“. Dabei soll die Atmung nicht in irgendeiner Weise unterdrückt werden. Dies würde nur Stress erzeugen und steht im Widerspruch zum Sinn des autogenen Trainings. Nach entsprechender Übung stellt sich ein ruhiger Atem ein.

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