Leptin – Wissen & Fakten

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Das Hormon Leptin

Wissen & Fakten!
Lesedauer: 5 Minuten

Das Hormon Leptin

Das Hormon Leptin, abgeleitet aus dem griechischen Wort (leptos = dünn), hemmt das Sättigungsgefühl und trägt damit zur Regulierung des Energiehaushalts bei. Der natürliche Appetitzügler wird als fettunlösliche Eiweißverbindung hauptsächlich von Fettzellen gebildet. Kleine Mengen werden außerdem in der Skelettmuskulatur, im Knochenmark und der Skelettmuskulatur sowie der Magenschleimhaut und den Hautzellen produziert. Gegenspieler ist im Körper das Hormon Ghrelin, das Hungergefühle verstärkt. Falls Du gesund und ausreichend schläfst, erfolgt eine ungehinderte Ausschüttung des Sättigungshormons. Dadurch wird Dein Hungergefühl für den Folgetag reduziert, wodurch sich Deine Kalorienaufnahme verringert. Insbesondere unkontrollierter Heißhunger kann dadurch im Sinne eines gesunden Körpergewichts verhindert werden. Eine Zunahme an Körperfett bewirkt einen Anstieg des Leptinspiegels, der dem Hypothalamus im Gehirn als Steuerungsgrundlage für die Vermittlung von Sättigungsgefühlen dient.

Die Bildung und Wirkung des exklusiven Hormons

Das im menschlichen Körper synthetisierte Hormon besteht aus 146 Aminosäuren. Seine Bildung und Wirkung entfaltet es über zwei verschiedene Rezeptoren (Andockstellen) im Hypothalamus. In diesem zentralen Schaltzentrum des Gehirns für das vegetative Nervensystem erfolgen mehre hormonelle Prozesse, die den Appetit beeinflussen. Je nach Rezeptoren-Verbindung bewirkt das Hormon entweder die verstärkte Ausschüttung weiterer appetitzügelnder Hormone oder die Hemmung appetitanregender Hormone (Neuropeptiden). Beide Prozesse tragen dazu bei, den Appetit einzuschränken. Bei stark übergewichtigen Menschen kann es zu einer Leptinresistenz kommen. Dabei werden die Zielzellen im Hypothalamus resistent gegen den Reiz des Hormons. In diesem Fall funktioniert das übliche Steuerungssystem nicht mehr und eine Reaktion des Gehirns auf die ständig hohen Leptinwerte bleibt aus. Trotz eines hohen Leptinspiegels im Blut vermittelt das Gehirn kein Sättigungsgefühl zur Beendigung der Nahrungsaufnahme. Dadurch kann ein “Teufelskreis” entstehen. Eine Leptinresistenz kann durch eine übermäßig zuckerhaltige Ernährung begünstigt werden.

Zu viel Leptin im Blut kann zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Ein überhöhter Leptinspiegel kann zu Bluthochdruck und einer Steigerung der Herzfrequenz führen. Außerdem soll es Anhaltspunkte dafür geben, dass übermäßige Leptin-Hormone den Bewegungsdrang bremsen. Hohe Leptinwerte können das Immunsystem beeinträchtigen. Sie bewirken eine dauerhafte Aktivierung des körperlichen Abwehrsystems. Leptin kann künstlich hergestellt werden. Spezielle Leptin-Medikamente dürfen nur bei der seltenen Erkrankung Lipodystrophie nach einer ärztlichen Verordnung zum Einsatz kommen. Es kann zu erheblichen Nebenwirkungen kommen. Dies gilt insbesondere für Personen, die unter einer Stoffwechselerkrankung leiden. Wird das Sättigungshormon von außen zugeführt, kann es durch die Bildung von Antikörpern zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen. Dadurch verliert das durch die Fettzellen hergestellte Hormon seine Wirksamkeit.

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Ursachen und mögliche Folgen eines Leptinmangels

Zu einem Leptinmangel können folgende Faktoren beitragen:

 

  • Schlechte Schlafqualität
  • Stress
  • Vererbung
  • Nährstoffdefizite durch Diäten/einseitige Ernährung

 

 

Kommt der Leptinwert aus dem geregelten Gleichgewicht, können auf Dauer sowohl durch einen Mangel, als auch durch eine Überversorgung Beschwerden wie Bluthochdruck oder Leptinresistenz verursacht werden. Um den Leptinspiegel im Gleichgewicht zu halten und einem Leptinmangel entgegenzuwirken, müssen die Ursachen möglichst beseitigt werden. Dazu zählen Störfaktoren, die den Nachtschlaf beeinträchtigen:

 

  • Zu spätes, üppiges Abendessen
  • Alkohol/Nikotin
  • Hohe Anspannung/Aufregung vor dem Zubettgehen
  • Späte Nutzung PC, die blauen Pixel halten lange wach
  • Passende Matratze
  • Schlechte Raumluft, Straßenlärm
  • Stressreduzierung sowie Entspannungsübungen zur Reduzierung von Stressfolgen

 

 

Bei einem Nährstoffmangel solltest Du durch eine Ernährungsumstellung oder Nahrungsergänzungsmittel reagieren. Zu strenge Diäten beeinträchtigen nicht nur Dein Schlafverhalten, sondern gefährden über einen längeren Zeitraum auch Deine Gesundheit. Symptome für einen gestörten Leptinspiegel können ständige Schlafstörungen, Heißhungerattacken und verlangsamte Fettverbrennung sowie Leptinresistenz sein.

Leptin aktivierende Lebensmittel

In erster Linie fördern Omega-3-Fettsäuren die Leptinbildung im Körper. Dazu zählt insbesondere Fisch. Folgende Lebensmittel enthalten reichliche Omega-3-Fettsäuren:

  • Lachs
  • Makrele
  • Thunfisch
  • Hering
  • Walnüsse
  • Mandeln
  • Leinöl
  • Avocados
  • Chiasamen
  • Algen

Omega-3-Fettsäuren wie die Alpha-Linolensäure zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Als Bausteine der Zellmembranen sorgen sie für die Funktionalität der Zellen. Omega-3-Fettsäuren stärken die Immunabwehr und sind zur Produktion körpereigener Botenstoffe notwendig. Extrakte aus Mikroalgen und Fischöl werden zur Herstellung hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Omega-3-Fettsäuren verbessern die Fließeigenschaften Deines Blutes und optimieren die Versorgung von Muskeln und Organen mit Nährstoffen und Sauerstoff. Dadurch kann die Leistungsfähigkeit erhöht werden. Diese Chance nutzen zahlreiche Sportler. Die Leptinproduktion im Körper regen neben fettsäure haltigen Lebensmitteln Vollkornprodukte, Zitrusfrüchte und ballaststoffreiche Gemüsesorten an. Dazu zählen insbesondere Brokkoli, Spinat und Hülsenfrüchte.

Die Bedeutung von Leptin für den Sport

Befindet sich Dein Leptinspiegel nicht im Gleichgewicht, sind Auswirkungen auf Deinen Stoffwechsel, Deine Fettverbrennung und Deine Leistungsfähigkeit möglich. Bluthochdruck durch eine Leptin-Überversorgung sowie Heißhunger als Folge eines Leptinmangel beeinträchtigen optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen. Sportlichen Aktivitäten können zu einem Anstieg des Leptinspiegels führen. Jedoch verursacht ein chronisches Energiedefizit durch exzessiven Sport einen Leptinmangel. Sport trägt außerdem zur Reduzierung des Stresshormons Cortisol und des Hungergefühls bei.

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