Xylit: Der ideale Zuckerersatzstoff

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Zuckerersatzstoffe

Die süße Alternative zum Industriezucker
Lesedauer: 6 Minuten

Xylit - Ein idealer Zuckerersatzstoff zur vielfältigen Verwendung

Zucker ist ein schneller Energielieferant und aufgrund seiner wohlschmeckenden Süße sehr beliebt. Die bekannteste Zuckerform stellt der Haushalts- oder Kristallzucker dar. Raffinierter weißer Zucker wird zahlreichen Lebensmitteln zugesetzt. Der Zuckergehalt von Nahrungsmitteln ist vielfach nur schwer einzuschätzen. Er ist oft nicht zu sehen und fällt auch geschmacklich meistens nicht auf. Im Regelfall können Sie den Zuckeranteil von Lebensmitteln den Verpackungsaufschriften entnehmen. Irritationen können durch wechselnde Bezeichnungen wie Saccharose, Kristall- oder Haushaltszucker entstehen.

Zuckerkonsum im Übermaß kann neben Übergewicht mit den bekannten Folgen eine Reihe von gesundheitlichen Risiken und Schäden verursachen. Ein hoher Zuckerkonsum ist oftmals mit einer reduzierten Aufnahme anderer Nährstoffe verbunden. Die erforderliche Versorgung des Immunsystems mit allen wichtigen Nährstoffen ist dadurch gefährdet. Zucker verringert die Aktivitäten der weißen Blutkörperchen, weil Zucker dem Körper Vitamin C entzieht. Dies schränkt die Abwehrfähigkeit des Immunsystems gegen Bakterien, Viren und Pilze ein. Ebenso kann die Bekämpfung von Entzündungen nur noch eingeschränkt erfolgen.

Zu viel Zucker im Blut kann über einen längeren Zeitraum Schädigungen der Nerven und Blutgefäße verursachen. Verkalkungen der Kapillargefäße in den Augen können zu Verengungen führen. Dadurch verschlechtert sich die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff. Durch dieses Versorgungsdefizit kann die Sehfähigkeit beeinträchtigt werden. Ein häufiges Übermaß an Zucker bringt Ihre Darmflora früher oder später aus dem bakteriellen Gleichgewicht. Dadurch können Verstopfungen, Durchfall und Blähungen sowie Bauchschmerzen entstehen.

 

Unangenehme Folgen eines hohen Zuckerkonsums können Ihnen auch beim Zahnarztbesuch offenbart werden. Als Abbauprodukte des Zuckers bilden sich Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Außerdem begünstigt Zucker eine bakterielle Vermehrung im Rachenraum. Um die negativen Auswirkungen des Industriezuckers zu verhindern oder zu verringern, sind auf dem Markt Zuckerersatzstoffe verfügbar. Eine hervorragende Alternative steht mit dem Zuckeraustauschstoff Xylit zur Verfügung.

Die Herstellung von Xylit als gesündere Alternative zum Haushaltszucker

Pro Person und Jahr werden im europäischen Durchschnitt circa 40 Kilogramm Zucker konsumiert. Der Zuckerverbrauch in Deutschland betrug im Jahr 2019 etwa 33,8 Kilogramm. Pro Tag entspricht dies einem Verbrauch von 93 Gramm. Seit dem Jahr 2016 beträgt die jährliche Steigerung ungefähr 0,1 Prozent. Der jährliche Zuckerverbrauch in der Schweiz liegt mit 52,3 Kilogramm noch weit darüber. Ihr Anteil sollte aus gesundheitlichen Gründen deutlich darunter liegen. Als Zuckeralternative ist Xylit neben anderen Zuckeraustauschstoffen wie Aspartam, Sorbit oder Saccharin erhältlich. Xylit ist kein chemisch hergestellter Süßstoff und frei von Gentechnik. Es ist ein natürliches Zwischenprodukt des Kohlenhydrat-Stoffwechsels. Der gesundheitlich unbedenkliche Zuckerersatzstoff kommt als natürlicher Zuckeralkohol in den Zellwänden der Holzrinden von Birken und Buchen vor. Daher stammt die Bezeichnung Birkenzucker. Ebenso ist Xylit in Obst- und Gemüsesorten wie Pflaumen, Erdbeeren oder Himbeeren sowie Blumenkohl enthalten. Um bei der industriellen Produktion des vorteilhaften Süßungsmittels Aufwand und Kosten zu sparen, wird Xylit überwiegend aus den Resten von Maiskolben gewonnen. Unter Einsatz von Schwefelsäure oder Natronlauge wird Xylit bei etwa 200 Grad Celsius unter Druck freigesetzt.

Der glykämische Index des Zuckeralkohols beträgt 11 im Gegensatz zu 70 beim Haushaltszucker. Der Blutzuckerspiegel wird dadurch kaum beeinträchtigt. Xylit kann hierdurch insulinunabhängig verstoffwechselt werden. Damit ist es besonders für Diabetiker und zur Unterstützung kalorienarmer Diäten geeignet. Im Verhältnis zum Industriezucker enthält die Zuckeralternative über 40 Prozent weniger Kalorien. 1 Gramm Xylit enthält lediglich 2,4 Kalorien bei 4 Kalorien pro Gramm Haushaltszucker. Anstelle von 400 Kalorien in 100 Gramm Industriezucker sind in der gleichen Menge Xylit daher nur 240 Kalorien enthalten. Als Lebensmittelzusatzstoff wird für Xylit in der Lebensmittelindustrie die Bezeichnung E 967 verwendet.

Verwendungsmöglichkeiten von Xylit

Xylit ist vielseitig einsetzbar. Als kalorienfreundlicher Zuckeraustauschstoff für Kaffee und andere Getränke ist Xylit bestens geeignet. Es kann hervorragend als Ersatz für Kristallzucker beim Kochen und Backen verwendet werden. Die vergleichbare Körnigkeit und das annähernd gleiche Volumen erleichtern einen Austausch 1:1 ohne Umrechnungen der Grammangaben in Rezepten. Das wasserlösliche Xylit kann gut im Teig vermischt werden. Beim Backen kann mit leichter Verzögerung eine ansprechende Bräune erzielt werden. Von Kuchen und Torten über Kekse bis zu Muffins sind beim Backen kaum Verwendungsgrenzen gesetzt.

Mit der verringerten Kalorienanzahl ist kein Geschmacksverzicht verbunden. Süße Desserts wie Eis können einfach zubereitet werden. Für die Zubereitung von Marmeladen und Soßen bietet sich der trendige Süßstoff ebenfalls an. Leckere Fruchtaufstriche mit Xylit können auch Veganer und Diabetiker genießen.

Bei der Herstellung von Schokolade und Bonbons wird oftmals Xylit verwendet. Als gesundes Süßungsmittel wird der Zuckeralkohol beim Hähnchen süß-sauer wie im Erdnusspudding wohlschmeckend genutzt. Xylit ist außerdem in vielen Zahnpflegekaugummis und anderen Zahnpflegeprodukten enthalten. Durch den Zusatz von Xylit werden die Mundhygiene und der zahnpflegende Effekt verbessert.

Als kalorienärmere Alternative ist der Zuckeraustauschstoff für eine Low-Carb-Diät hervorragend geeignet. Ebenso ist Xylit für Sportler von Interesse. Um optimal trainieren und Leistungen erzielen zu können, muss ein Sportler zum einen gesund sein. Zum anderen sind effiziente Energiequellen wichtig. Zucker wirkt sich erwiesenermaßen nachteilig auf diese Voraussetzungen aus. Zucker kann auf Dauer zu zahlreichen Beschwerden und Erkrankungen führen. Dazu zählen Herz- und Gefäßleiden, Übergewicht und eine höhere Infektanfälligkeit. Die Darmflora und der Hormonhaushalt können erheblich gestört und der Körper zu säurehaltig werden. Zu viel Säure im Blut und Gewebe bewirkt eine Schnellere Ermüdung der Muskulatur durch einen reduzierten Sauerstofftransport. Außerdem verlangsamt sich die Regeneration nach starken Belastungen. Es können Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen auftreten. Nach einem Zuckerkonsum erfolgt ein unvorteilhafter schneller Blutzuckerabfall. Ideale Bedingungen für erfolgreiche sportliche Aktivitäten sehen anders aus. Ein Zuckerersatz durch Xylit ändert dieses Defizit nachhaltig.

Vor- und Nachteile von Xylit im Überblick

Xylit verfügt über zahlreiche Vorteile. Obwohl er genauso süß ist wie herkömmlicher Zucker enthält er weniger Kalorien, lässt sich in der Küche vielseitig einsetzen und belastet den Blutzuckerspiegel nicht. Das Süßmittel ist deshalb vor allem für Diabetiker geeignet und für Personen, die Gewicht verlieren wollen. Durch eine Verwendung von Xylit, dass keinen Eigengeschmack aufweist, entstehen keine geschmacklichen Probleme.

Zur Durchführung sportlicher Aktivitäten bietet sich eine Umstellung von Industriezucker auf Xylit an. Dadurch werden krankheitsbedingte Trainingsausfälle vermieden. Außerdem verbessern sich die Leistungsvoraussetzungen.

Xylit wirkt sich schützend auf Ihre Zähne aus, in dem es die Bildung von Karies verhindert und Bakterien, die Zahnschäden verursachen, den Nährboden entzieht. Dadurch ist der Zuckeraustauschstoff Bestandteil vieler Zahnpflegeprodukte. Dazu zählen insbesondere Kaugummi, Zahnpasta und Mundspülungen. Beim Kontakt mit Speichel wird außerdem der unmittelbaren Umgebung Wärme entzogen. Ähnlich wie bei Menthol entsteht dadurch ein angenehm kühlender Effekt.

Im Vergleich zu anderen Süßungsmitteln ruft Xylit kaum Nebenwirkungen hervor. Lediglich bei der Überschreitung der Tageshöchstgrenze, kann es zu leichten Beschwerden kommen. Der Zuckerersatzstoff bindet im Dünndarm Wasser. Bei einer Einnahme großer Mengen können eine leicht abführende Wirkung und Blähungen auftreten, die jedoch nach einer kurzen Zeit wieder nachlassen. Wer allerdings an einem Reizdarm-Syndrom leidet, sollte vorsichtig und in Maßen mit dem Zuckerersatzstoff umgehen.

Hundebesitzer sollten darauf achten, dass ihre Vierbeiner keinen Kontakt mit Xylit oder Xylit haltigen Lebensmitteln bekommen. Für diesen Fall drohen den Tieren schwere Gesundheitsschäden. Dies gilt ebenfalls für Kaninchen, Ziegen und Rinder. Es kann zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels kommen. Außerdem können Blutgerinnungsstörungen auftreten sowie Leberschädigungen bis hin zu Leberversagen entstehen. Dagegen sind Katzen nicht gefährdet. Falls Sie Xylit nicht in teurer Bio-Qualität kaufen, könnte die Herstellung aus Mais erfolgt sein. Diese umweltfreundliche Verwendung landwirtschaftlicher Restprodukte zur Xylit-Produktion sollte bekannt sein. Aufgrund der vielen Vorteile von Xylit sollte die Herstellungsmethode allerdings kein Grund für Sie sein, vom Kauf Abstand zu nehmen.

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2 Comments

  1. Florian

    Interessanter Artikel, vorher kannte ich Xylit nur als Ersatz Zucker im Kaugummi.
    Mich würde es mal interessieren, wenn man Xylit mal mit Stevia vergleicht.

  2. Florian

    Vorher kannte ich Xylit nur als Ersatz Zucker im Kaugummi.
    Gibt es auch einen Vergleich zwischen Xylit und Stevia?

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